Vorher-Nachher-Bilder von Schönheitsoperationen sind unzulässig


Vorher-Nachher-Bilder von Schönheitsoperationen sind unzulässig
Vorher-Nachher-Bilder von Schönheitsoperationen sind unzulässig,

Schönheitsoperationen sind ein gutes Geschäft und wo ein Markt ist, da entsteht ein Wettbewerb auch unter plastischen Chirurgen. Jeder Arzt möchte dabei seine Arbeit bestmöglich verkaufen und dies erscheint besonders einfach: Ein Bild vor dem chirurgischen Eingriff und ein Bild danach. Eine Gegenüberstellung, die bei vielen Schönheitsoperationen wie bei Brustvergrößerung, Faltenbehandlung oder Korrekturen bekannt ist. Doch ist es überhaupt gestattet, mit diesen Bildern eines operativ plastisch-chirurgische Eingriffs zu werben?

Verbot von Vorher-Nachher-Bildern

Das Landgericht Koblenz musste in einem Verfahren vom 15.12.2015 (Az. 3 HK O 33/15) zwischen einem Arzt und der Wettbewerbszentrale entscheiden. Hierbei war der Schönheitschirurg mit Bildern vor und nach einer Operation und wollte damit seine Fähigkeit vorstellen. Die Wettbewerbszentrale führte gegenüber dem Gericht jedoch vor, dass diese Bilder gegen § 11 Absatz 1 Satz 3 Heilmittelwerbegesetz (HWG) und damit auch gegen Wettbewerbsrecht verstoßen.

OLG bestätigt Verbot bei Schönheitsoperationen

Der Arzt legte Berufung ein, da er sich darin behindert sah, für sich eine seine Klinik werben zu können. Dem wiedersprach das Oberlandesgericht Koblenz im Urteil vom 8.06.2016 (Az. 9 U 1362/15) und bekräftigte die Entscheidung der vorhergehenden Instanz.

Demnach sollen Vorher-Nachher-Bilder nicht dazu dienen, Menschen einem Eingriff auszusetzen, wofür ein Risiko jedoch keine medizinische Notwendigkeit besteht. Aus diesem Grund verbot der Gesetzgeber diese Art der Werbung mit Bildern für eine Schönheitsoperation. Das Gesetz stellt zwar ein Werbeverbot dar, dieses sei jedoch mit dem EU-Recht konform und diene dem Gesundheitsschutz der Bürger.